© Fraunhofer UMSICHT/Mike Henning
Das Projekt RoboCircEL
Wasserstoff gilt als Schlüssel zur Energiewende – doch die
Elektrolyseure, die ihn erzeugen, haben nur eine begrenzte
Lebensdauer. Was passiert, wenn ihr Herzstück, der Stack,
ausgedient hat? Bisher fehlen die Verfahren, um wertvolle
verbaute Rohstoffe, etwa die seltenen Metallkatalysatoren,
wieder nutzbar zu machen.
Das wollen wir ändern.
Im Projekt RoboCircEL wird eine tragfähige Kreislauflösung für die Demontage und Wiederverwertung von End-of-Life-Elektrolyseuren entwickelt. Ein intelligentes System zerlegt die Stacks je nach Degradationszustand automatisiert, teilautomatisiert oder manuell. Die erforderlichen Informationen werden durch die Verknüpfung von Kamera- und Sensorsignalen mit Betriebsdaten aus dem Lebenszyklus gewonnen. Mithilfe von künstlicher Intelligenz werden dabei kleinste Schäden wie Risse und Verunreinigungen aufgespürt und die Membran-Elektroden-Einheiten für maßgeschneidertes, nachgelagertes Recycling klassifiziert.
Auf dieser Grundlage werden innovative chemische Trennverfahren entwickelt, mit denen Katalysatoren und Membran sauber voneinander getrennt und zurückgewonnen werden können. Daraus entstehen dann neue Ausgangsmaterialien für die nächste Membran-Elektroden-Einheit. Über mehrere Recyclingzyklen hinweg werden Materialverlust und Leistungsänderung untersucht, um Recyclingrouten präzise zu bewerten, zu optimieren und die Weichen für eine effiziente Kreislaufwirtschaft zu stellen.
© Fraunhofer UMSICHT/Sascha Kreklau